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Im Herzen eines Naturschutzgebietes, in dem ein "Naturpark" entsteht,
liegt Strainchamps - ein kleiner Weiler in den belgischen Ardennen. Mit
gerade hundert Einwohnern liegt Strainchamps im Tal der Sûre - einem wunderschönen
und fischreichen Fluß - umgeben von einer ruhigen, wellig verlaufenden
Landschaft, wo sich Wiesen mit Fichten-Wälder abwechseln. Neben der hügligen
Landschaft (zwischen 350 und 515 Metern) beherbergt Strainchamps ein von
jedem nur als "Schloß" bezeichnetes großes Bürgerhaus, welches von einem
Turm flankiert wird. |
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Die Besatzung des Dorfes ist seit der römischen Zeit dokumentiert. Strainchamps
besitzt mehrere große Landwirtschaftsgute und hat eine ausgezeichnete
Lage am Rand der römischen Straße Arel-Tongres, wo der Spaziergänger noch
von der N4 aus den Verlauf sehen kann. Im Verlaufe des Mittelalters war Strainchamps ein wichtiger Lehnsherrenort: die De Strainchamps und die Du Trux besaßen hohe, mittlere und niedrige Justiz. Sie zögerten nicht, die Bauern, die Ihre Macht provozierten, kurzerhand zu enteignen. Im 17. Jahrhundert ging Strainchamps sowie das ganze Herzogtum Luxemburg zu den Habsburgern von Österreich über. Nach traditionellen Berichten soll sich sogar die Kaiserin Marie-Theresia gegen 1750 im Dorf aufgehalten haben. Man sagt, sie hätte die Mühle und die Gerberei besichtigt, die unter ihrer Herrschaft erbaut wurden und schenkte dem Hausherr ein Glöckchen... Die herrschaftliche Regierungsform brach mit der französischen Revolution zusammen, bald gefolgt von der belgischen Unabhängigkeit (1831). Seit dem Verkauf der Heide an den neuen belgischen Stand um 1847 bestimmt das Heer von Fichten - aufgereiht in Ginster, Heide und Farn - das charakteristische Bild der Ardennen von heute. Diese Region, ideal für eine Wanderung, ist heute so ruhig, daß es sehr schwer fällt sich vorzustellen, daß hier einst der Schauplatz dramatischer Kämpfe des 3. Reiches lag. Hier eröffnete Hitler in der Tat seine berühmte Gegenoffensive, die amerikanischen Soldaten jedoch sprengten die Brücke der Sûre und das Hochwasser hinderte den Feind daran, den Fluß zu überqueren. Strainchamps erlebte dann die ganze Härte des deutschen Vormarsches. 5 Tage lang erlitt das Dorf die Höllen der Bombardierungen. Am Weihnachtstag beendeten die Deutschen ihre Offensive und die amerikanischen G.I. nahmen sich des Dorfes an. |
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Das Schloß ist in Wirklichkeit eine Gesamtheit von Gebäuden, die in verschiedenen
Zeiten erbaut wurden. Vor der Verwandlung in ein Hotel war es der Wohnsitz
einer der Dynastien von Notaren, die das große Bürgertum der ardennischen
Dörfer bildeten. Der älteste Teil ist die Scheune, links vom Hauptgebäude. Die Ansiedlung reicht in das Jahr 1701 zurück. Im Jahre 1861 wurden die aktuellen Hauskörper und das Taubenhaus erbaut. Der Turm wurde im Jahre 1905 hinzugefügt. Am 28. April 1990 weihten Frans und Paulette Vandeputte-Lalande ihr Hotel-Restaurant ein. Paulette kommt aus Honville, einem Dorf nahe Strainchamps und hat in der Hotelfachschule in Bouillon gelernt. Frans ist in Roulers geboren und lernte in der Hotelfachschule von La Panne. Nach der Ausbildung arbeiteten sie 10 Jahre lang mit Michel Haquin in Brüssel vor der luxuriösen Kulisse von Trèfle à Quatre, am Rand des Sees von Genval, zusammen. Danach entschieden sie sich nach Strainchamps zurückzuziehen und das große ardennische Haus zu renovieren, in das sie sich verliebt hatten. |